Projekt

Mehrwert Europa – Mehrwert Frieden

Internationales Projekt 2013 - 2015 zur Rolle der Europäischen Union als Friedensmodell am Beispiel Bosnien & Herzegowina.

Als eine der ersten Aktivitäten in der neuen Struktur von EUNET bildete sich im September 2012 die Arbeitsgruppe "Bosnien" mit dem Ziel die besondere Situation Bosnien & Herzegowinas den Bürgerinnen und Bürgern in der EU näher zu bringen und vice versa, den Bürgerinnen und Bürgern in Bosnien und der Herzegowina die Europäische Union als Friedensmodell vorzustellen.

Nach einem Projektgruppentreffen im Dezember 2012 in den Büroräumen von EUNET in Hennef, entstand das Projekt "Mehrwert Europa - Mehrwert Frieden".

Aufgrund eines durch die Projektgruppe gemeinsam entwickelten und erfolgreichen Förderantrags, erhält das Projekt eine finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger".

Projektlaufzeit
1. November 2013 bis 31. Januar 2015

Projektpartner
A - Salzburger Bildungswerk (Antragsteller und Projektleiter)
A - Europahaus Klagenfurt
BiH - Bauern helfen Bauern - Bratunac
CZ - Evropsky dum Jihlava
F - Maison de l'Europe des Yvelines
HR - Europski Dom Slavonski Brod
NL - Learn for Life
SK - Centrum pre európsku politiku

Projektziel
Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ kam es in Europa zur Auflösung und Neugründung von Staaten. Viele dieser neuen Staaten sind heute Mitglieder der EU und damit Teil dieses Friedensprojektes, andere streben diese Mitgliedschaft an.

Das Attentat von Sarajevo vor 100 Jahren rückt ein Stück vergessenes Europa wieder stärker in das öffentliche Interesse: Bosnien & Herzegowina. Mit nationalistischen Strömungen ähnlich durchsetzt wie 1914, ist der Vielvölkerstaat heute ein labiles Konstrukt von unbekannter Haltbarkeit, auf dessen Territorium noch vor 20 Jahren einer der bisher letzten Kriege in Europa stattfand. Drei zerstrittene Volksgruppen, Bosniaken, Kroaten und Serben, leben mehr neben- denn miteinander in einem für manchen ungeliebten Staat. Der Vertrag von Dayton beendete den Krieg, führte aber zu einem fragilen Staatsgebilde, von dessen Dauerhaftigkeit kaum jemand überzeugt ist.
Zeitlich parallel dazu hat die EU in den 25 Jahren seit dem Fall des „Eisernen Vorhangs" in den meisten Ländern des ehemaligen „Ostens" ihr Versprechen, ein Garant für den Frieden zu sein, gehalten.
Nach über 60 Jahren Einigungsbewegung im Rahmen der Europäischen Union, aber auch in Zeiten zunehmenden Euroskeptizismus und Nationalpopulismus, stellt sich die Frage nach dem einigenden Element allerdings neu.

Unser Projekt weist drei Hauptziele auf:

  1. Teilnehmenden aus EU-Staaten deutlich machen, dass Frieden in Europa nicht selbstverständlich ist. Dass es einer aktiven europäischen Bürgerschaft bedarf, unsere europäischen Grundwerte Freiheit, Demokratie, Menschenrechte, kulturelle Vielfalt, Toleranz und Solidarität zu sichern. Dies wollen wir am Beispiel Srebrenica, dem Ort des Massakers von 1995, „demonstrieren“.

  2. Teilnehmenden aus Bosnien & Herzegowina zeigen, wie die europäischen Grundwerte das Leben in der EU beeinfluss(t)en und den Frieden sicher(te)n und ihnen die EU als mögliches Friedensmodell präsentieren.

  3. Eine Vernetzung der beteiligten und teilnehmenden Organisationen sowie der Teilnehmenden aller Nationen untereinander zum nachhaltigen Aus- und Aufbau vorhandener und neuer Strukturen.

Diese Ziele werden in mehreren Schritten erreicht:

  1. In vorbereitenden Seminaren in den EU-Staaten, die sich den neuesten Entwicklungen in Europa widmen und in die Situation des Staates Bosnien & Herzegowina einführen.

  2. Mit einem Europaseminar und einer internationalen Konferenz mit EU-Bürgern und Bürgern aus Bosnien & Herzegowina in Srebrenica.

  3. Das Projekt und dessen Ergebnisse werden unter anderem durch einen Dokumentarfilm der Konferenz in Srebrenica verbreitet.

Projektergebnis

 

Europa für Bürgerinnen und Bürger

 

Das Projekt erhält eine finanzielle Förderung aus dem EU-Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger".